Fröhlich, Torsten
Pädagogischer Alltag ist nicht vollständig planbar. Ein Kind bringt plötzlich eine unerwartete Frage ein. Eine geplante Aktivität interessiert niemanden. Ein Konflikt entsteht und eskaliert. Eine Gruppe entwickelt eine eigene Idee. Ein Übergang läuft völlig anders als erwartet. Professionelles pädagogisches Handeln bedeutet deshalb nicht nur, gute Angebote vorzubereiten. Es bedeutet auch, in unvorhergesehenen Situationen handlungsfähig zu bleiben. Improvisation wird in dieser Fortbildung nicht als Sammlung von Spielen oder Methoden verstanden, sondern als professionelle Fähigkeit von: wahrnehmen – reagieren – entscheiden – weiterentwickeln. Die Fortbildung arbeitet stark praxis- und erfahrungsorientiert. Kurze theoretische Impulse werden mit Improvisationsübungen, Fallarbeit und der gemeinsamen Analyse konkreter Alltagssituationen verbunden. Dabei wird beispielsweise untersucht: Was passiert, wenn ich nicht sofort weiß, was ich tun soll? Wie kann aus einer unerwarteten Situation eine Bildungsgelegenheit entstehen? Wann ist Flexibilität professionell – und wann braucht es eine klare Grenze? Die Teilnehmenden erleben dabei unmittelbar, wie Wahrnehmung, Beziehung, Selbstregulation und Entscheidung miteinander verbunden sind. Transfer in den Kita-Alltag: Die Teilnehmenden übertragen das Erarbeitete auf eigene Situationen aus ihrer Praxis und entwickeln persönliche Strategien für Momente, in denen der Alltag anders verläuft als geplant. Inhalte - situative Wahrnehmung - mit Unvorhersehbarkeit umgehen - Pläne loslassen, ohne Orientierung zu verlieren - spontane pädagogische Entscheidungen treffen - Mehrdeutigkeit und Unsicherheit aushalten - Ressourcen und Möglichkeiten in unerwarteten Situationen erkennen - Kreativität und Flexibilität - Präsenz und Selbstregulation - Beziehung als Orientierung für situatives Handeln - zwischen Eingreifen und Freiraum unterscheiden Was nehmen die Teilnehmenden mit? Die Teilnehmenden entwickeln mehr Sicherheit darin, unerwartete Situationen als pädagogische Möglichkeiten wahrzunehmen, flexibel auf Kinder und Gruppen zu reagieren, eigene Pläne situativ anzupassen, Entscheidungen auch unter Unsicherheit zu treffen, nicht sofort in bekannte Handlungsmuster zurückzufallen, die eigene pädagogische Haltung auch dann beizubehalten, wenn der ursprüngliche Plan nicht mehr funktioniert. Zielgruppe: pädagogische Fachkräfte in Kita und Hort Bitte beachten Sie, dass Ihre Anmeldung verbindlich ist. Ein Rücktritt ist bis 14 Tage vor Lehrgangsbeginn ohne Angabe von Gründen möglich. Ab diesem Zeitpunkt ist das volle Entgelt zu entrichten.
Pädagogische Arbeit ist Beziehungsarbeit. Kinder lernen, entdecken, kommunizieren und entwickeln sich nicht unabhängig von Beziehungen, sondern in Beziehung zu anderen Menschen und ihrer Umgebung. Doch Beziehungsentwicklung lässt sich nicht vollständig planen. Sie entsteht in Blicken, Bewegungen, Stimmen und Stimmungen, Nähe und Distanz, im gemeinsamen Rhythmus, im Zuhören, im Spiel und in der Art, wie wir aufeinander reagieren. Diese Fortbildung richtet den Blick deshalb auf die "Qualität pädagogischer Beziehungen". Wie komme ich mit einem Kind wirklich in Kontakt? Woran erkenne ich Resonanz? Was bewirkt meine eigene Körpersprache? Wann braucht ein Kind Nähe – und wann Raum? Wie kann ich Beziehung gestalten, ohne zu vereinnahmen? Inhalte - Beziehung als wechselseitigen Prozess verstehen - Resonanz und pädagogische Präsenz - nonverbale Kommunikation - Körperhaltung, Blick, Stimme und Bewegung - Nähe und Distanz - persönliche und kindliche Grenzen - Wahrnehmung von Signalen und Bedürfnissen - Co-Regulation und emotionale Sicherheit - professionelle Beziehungsgestaltung - Macht und Verantwortung in pädagogischen Beziehungen Was nehmen die Teilnehmenden mit? Die Teilnehmenden lernen nonverbale Signale bewusster wahrzunehmen, die Wirkung des eigenen Auftretens einzuschätzen, Nähe und Distanz situationsangemessen zu gestalten, Beziehung nicht nur als „gutes Verhältnis“, sondern als professionelle pädagogische Aufgabe zu verstehen und auch in herausfordernden Situationen beziehungsfähig zu bleiben. Anhand typischer Situationen aus dem Kita-Alltag – beispielsweise Übergänge, Konflikte, Begrüßung, Trost, Freispiel oder Grenzsituationen – werden Möglichkeiten einer bewussteren Beziehungsgestaltung entwickelt Zielgruppe:pädagogische Fachkräfte in Kita und Hort Bitte beachten Sie, dass Ihre Anmeldung verbindlich ist. Ein Rücktritt ist bis 14 Tage vor Lehrgangsbeginn ohne Angabe von Gründen möglich. Ab diesem Zeitpunkt ist das volle Entgelt zu entrichten.