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Kooperationsveranstaltungen

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Tanz auf dem Vulkan - Widerständige Punk-Frauen in der DDR
Mi. 02.09.2026 19:00
Borna

Was bedeutete es, als junge Frau in der DDR Punk zu sein? Nicht nur aufzufallen – sondern bewusst gegen Normen zu verstoßen, gegen Erwartungen, gegen ein ganzes System. „Als Mädchen so herumzulaufen, war ein doppelter Tabubruch“, erinnert sich eine der Protagonistinnen des Buches „Tanz auf dem Vulkan“. Punk-Frauen galten als Provokation – und wurden entsprechend behandelt: mit Repression, Ausgrenzung, Haft und Einweisung in Jugendwerkhöfe. Der Autor Geralf Pochop hat 23 dieser Frauen getroffen. In eindringlichen Gesprächen erzählen sie von Mut und Angst, von Widerstand und Anpassungsdruck – und davon, wie diese Erfahrungen ihr Leben bis heute prägen. Viele von ihnen warten noch immer auf Anerkennung des erlittenen Unrechts. Im Gespräch mit dem Autor und einer Zeitzeugin blicken wir hinter die Klischees von Rebellion und Subkultur und fragen: - Wie reagierte die DDR-Gesellschaft auf unangepasste Frauen? - Gab es eine gezielte Verfolgung von Mädchen und jungen Frauen? - Was erzählen uns diese Geschichten über Freiheit – damals und heute? Geralf Pochop war selbst Teil der Szene. Als Punk, Hausbesetzer und Wehrdienstverweigerer geriet er mehrfach in Konflikt mit der Staatsmacht und wurde inhaftiert. Heute arbeitet er zur Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit. Ein Abend über Mut, Widerstand und die oft übersehene weibliche Perspektive der DDR-Punkszene. In Kooperation mit der Sächsischen Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Die Veranstaltung ist Teil des Projektes "Kontrovers vor Ort" der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung mit sächsischen Volkshochschulen.

Kursnummer 26B0110001
Gebühr: kostenlos
Mit KI schneller zum Ziel? - Möglichkeiten, Grenzen und Kontroversen
Do. 08.10.2026 19:00
Groitzsch

Künstliche Intelligenz entwickelt sich rasant und bietet immer neue Möglichkeiten für Alltag und Beruf. Doch welche Anwendungen sind wirklich sinnvoll – und wo liegen die Grenzen? Dieser Vortrag gibt Ihnen eine verständliche Orientierung: Dr. Christian Papsdorf, erfahrener KI-Experte, stellt zentrale Entwicklungen und verbreitete Anwendungen vor und zeigt anhand ausgewählter Beispiele, wo KI heute unterstützen kann – und wo nicht. Sie erhalten einen Überblick über typische Einsatzfelder, etwa bei der Texterstellung, Ideenfindung oder Organisation, und lernen, diese Möglichkeiten realistisch einzuschätzen. Auch Fragen des Datenschutzes werden verständlich eingeordnet. Der Vortrag bietet zudem Raum für Ihre Fragen und greift konkrete Anliegen aus dem Publikum auf. Zum Abschluss werden wichtige Kontroversen rund um KI beleuchtet – darunter Urheberrecht, Diskriminierung und mögliche Formen von Manipulation. Dabei geht es auch um die Frage, welche gesellschaftlichen Folgen der wachsende Einsatz von KI hat. Nach der Veranstaltung können Sie besser beurteilen, welche KI-Angebote für Sie sinnvoll sind – und wo ein kritischer Blick notwendig ist. Die Veranstaltung ist Teil des Projektes "Kontrovers vor Ort" der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung mit sächsischen Volkshochschulen.

Kursnummer 26B41B3000
Gebühr: kostenlos
Droht ein neuer "Faschismus"? - Vortrag und Diskussion
Do. 29.10.2026 19:00
Grimma

Weltweit befinden sich die liberalen Demokratien in einer tiefen Krise, so der Demokratieindex des britischen Magazins The Economist. Demnach erfüllen aktuell nur noch 25 Länder die Kriterien einer „vollständigen Demokratie“. Autoritäre Tendenzen nehmen zu: Beispiele sind die Türkei, USA und Argentinien. Wohin entwickeln sich diese Länder? Und selbst in Deutschland haben viele Menschen das Gefühl, dass die Demokratie nicht mehr funktioniert oder dass sie gefährdet ist. Parolen wie „Nie wieder ist jetzt“ legen nahe, dass es Parallelen zwischen den letzten Jahren der Weimarer Republik und der (deutschen) Gegenwart gibt. Wie stimmig ist dieser historische Vergleich und droht Deutschland ein neuer „Faschismus“? Was zeichnet den historischen Faschismus in Deutschland und Italien aus? Was genau ist gegebenenfalls „neu“? Und unabhängig davon, wie gefährlich ist die Krise der liberalen Demokratie in unserem Land? Klaus Neumann ist Historiker und Kulturwissenschaftler. Bis 2018 war er Professor für Geschichte in Melbourne, Australien. In seinem jüngsten Buch „Blumen und Brandsätze. Eine deutsche Geschichte 1989–2023“ widmet sich Neumann der lokalen Aufnahme von Flüchtlingen in Sachsen und Hamburg. Die Veranstaltung ist Teil des Projektes "Kontrovers vor Ort" der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung mit sächsischen Volkshochschulen.

Kursnummer 26G0110001
Gebühr: kostenlos
Was wissen wir wirklich über unsere Familien im Nationalsozialismus? - Eine Spurensuche mit Christine Bücher
Mi. 11.11.2026 19:00
Borna
Eine Spurensuche mit Christine Bücher

Was wissen wir über unsere eigene Familiengeschichte in der Zeit des Nationalsozialismus? Viele stoßen bei der Suche nach Antworten auf Schweigen, Lücken und widersprüchliche Erzählungen. Nach 1945 wurde in zahlreichen Familien kaum über diese Jahre gesprochen – ein „stilles Einverständnis des Verschweigens“, das bis heute nachwirkt. Inzwischen beginnt vor allem die Enkelgeneration, Fragen zu stellen: Waren unsere Angehörigen Mitläufer, Überzeugte, Verfolgte oder sogar Teil des Widerstands? Die Autorin Dr. Christine Bücher nimmt Sie mit auf ihre persönliche Spurensuche, die sie in ihrem Buch „Die Lücke im Album“ beschreibt. In ihrer Lesung gibt sie eindrückliche Einblicke in ihre eigene Familiengeschichte und zeigt zugleich, wie man selbst beginnen kann, die eigene Vergangenheit zu erforschen. Neben der Lesung erhalten Sie konkrete und alltagstaugliche Anregungen für die Recherche: - Wo finde ich verlässliche Quellen? - Wie gehe ich mit Lücken und widersprüchlichen Informationen um? - Wie kann ich belastende Erkenntnisse einordnen und verarbeiten? Eine Veranstaltung für alle, die sich offen und kritisch mit der eigenen Familiengeschichte auseinandersetzen möchten – ein anspruchsvolles, aber bereicherndes Stück gelebter Erinnerungskultur. Dr. Christine Bücher studierte Kunstgeschichte, Literaturwissenschaft und Philosophie an der RWTH Aachen. Sie kuratiert Ausstellungen und arbeitet als Referentin in der historisch-politischen Bildung, u. a. am Militärhistorischen Museum der Bundeswehr. Die Veranstaltung ist Teil des Projektes "Kontrovers vor Ort" der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung mit sächsischen Volkshochschulen.

Kursnummer 26B0110002
Gebühr: kostenlos
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07.07.26 00:58:40